Namen und Verbreitung
Die Buche (Fagus sylvatica), auch Rotbuche genannt, zählt zu den wichtigsten und am weitesten verbreiteten Laubholzarten Europas. Sie wächst überwiegend in Mittel- und Westeuropa und ist besonders in Deutschland wirtschaftlich von großer Bedeutung. Buchenholz wird aufgrund seiner Festigkeit, gleichmäßigen Struktur und vielseitigen Verwendbarkeit seit Jahrhunderten geschätzt.
Holzbild
Splint- und Kernholz unterscheiden sich farblich nur geringfügig. Das Holz zeigt eine helle gelblich-weiße bis leicht rötlich-braune Färbung mit feiner, gleichmäßiger Struktur. Charakteristisch sind die ruhige Maserung sowie die feinen Spiegel auf radialen Flächen. Gedämpfte Buche weist einen wärmeren rötlich-braunen Farbton auf.
Natürliche Holzmerkmale wie Äste, leichte Farbunterschiede, Spannungsrisse oder kleine Strukturabweichungen können vorkommen und unterstreichen den natürlichen Charakter des Materials.
Eigenschaften
Buchenholz zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Härte und gute Belastbarkeit aus. Es besitzt eine dichte und gleichmäßige Struktur und lässt sich sehr gut bearbeiten, fräsen, schleifen, drehen und verleimen. Aufgrund seiner hohen Oberflächenqualität eignet sich Buche besonders gut für hochwertige Möbel und Innenausbauarbeiten.
Die Dichte bei u=12% beträgt ca. 0,68–0,75 t/m³. Das Holz weist ein mittleres Schwindverhalten auf und sollte fachgerecht getrocknet und verarbeitet werden.
Die Brinellhärte liegt bei ca. 34–41 N/mm², der E-Modul bei etwa 14.000 N/mm².
Verwendung
Buche ist ein vielseitig verwendetes Holz für Möbelbau, Innenausbau, Treppenbau, Türen, Parkett- und Dielenböden, Küchenarbeitsplatten, Drechselarbeiten, Spielwaren sowie hochwertige Holzverbindungen. Aufgrund ihrer hohen Festigkeit und guten Bearbeitbarkeit wird Buche sowohl im handwerklichen als auch im industriellen Bereich eingesetzt.